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Posted on Apr 01, 2012 by webmaster  | Tags: Gesellschaft, Gemeinschaft, Friedenau

Unsere Gesellschaft setzt sich zusammen aus alten Menschen mit Lebensweisheit, jungen Menschen noch lebensunerfahren, und den Generationen dazwischen, die voll im Leben stehen und bestrebt sind, ihr Leben und das der Anderen in den Griff bekommen zu wollen.

Junge Menschen brauchen die Alten, um nicht unbedingt jeden Fehler, den jene durchgemacht haben, selbst zu durchgehen. Die Generationen dazwischen brauchen die Lebensenergie der Jungen und die Lebenserfahrung der Alten. Die Alten brauchen das Gefühl, wertvoll für die Anderen und integriert zu sein, ohne das ihr den Lebensumständen angepasster Rhythmus entgleitet.

Wie kann eine Gesellschaft so aufgebaut sein, das jede Generation sich in ihren anstehenden Entwicklungsabschnitten entfalten und dennoch zu einer Gemeinschaft zusammen wachsen kann?

Im Wort Gemeinschaft schwingt schon eine gewisse Gleichberechtigung mit. Jeder hat eine Stimme, die sich im Idealfall zu einem Chor zusammen schließt.

Kann ein Chor von innen heraus geleitet werden, oder bedarf es einem Leiter, der angibt, wer wann welchen Einsatz hat?

Eine Gemeinschaft muss nicht zwangsläufig angeleitet werden, sie kann aus sich heraus entstehen. Es bedarf nur einer im gewissen Rahmen freilassenden Ebene für alle Beteiligten, den Einzelnen in die Gemeinschaft best-möglichst mit einzubringen.

Gemeinschaft setzt ein Miteinander voraus. 

Der Versuch, eine Gemeinschaft zur Durchsetzung von Eigeninteressen zu nutzen, ist der erste Schritt zur Zerstörung des respektvollen Umgangs Miteinanders. Bildet sich zudem ein Machtgefälle, ist es das Ende der Gemeinschaft in ihrem eigentlichen Sinne, gleich ob es sich um eine Familien-, Haus-, Kiez-, Bürger-, Arbeits-, Bundes- oder Weltgemeinschaft handelt.

Anerkennung, Wärme und gegenseitiger Respekt, sowie Gleichberechtigung und Gleichbehandlung im verantwortungsvollen Umgang miteinander, fördern den Wunsch, ein integraler Bestandteil der Gemeinschaft zu sein.